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Unicef Studie 2017: Kinder in der digitalen Welt

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Die Entwicklung von Kindern in der heutigen digitalen Welt

Die heutigen Kinder und Jugendlichen wachsen wie selbstverständlich in der Digitalisierung heran. Internet, Tablet, digitales Fernsehen, Ebook, Smartphone & Co gehören zum Alltag und sind allgegenwärtig. Viele dieser Kinder können sich wahrscheinlich kaum vorstellen, das es früher nur einen Telefonapparat pro Haushalt gab.

Das es Tarife fürs telefonieren gab, so dass man abends günstiger mit Freunden sprechen konnte, als morgens oder mittags ist heute bei Flatrates ebenfalls kaum vorstellbar. Und das man das Kabel, an dem das Telefon dran hing, durch die halbe Wohnung spannte um ungestört im eigenen Zimmer quatschen zu können.

Bild: Unicef

346 Millionen junge Menschen ohne Internetzugang

Oft fühlen sich die Sprösslinge zurück in die Steinzeit versetzt, wenn Eltern ihnen von Telefonkabeln, vom Walkman und einer Welt ohne Handy und Smartphone erzählen. So sieht es aber nur in den reichen Ländern dieser Welt aus. Vielen Kindern steht die Möglichkeit das Internet zu nutzen, nicht offen – etwa einem Drittel. Das sind rund 346 Millionen Menschen. Vor allem in Afrika und in arabischen Staaten sind viele junge Menschen unfreiwillig offline.

Kinder gehören ins Zentrum der Digital-Politik, forderte Unicef-Direktor Anthony Lake laut Mitteilung. „In einer digitalen Welt besteht die doppelte  Herausforderung, die Gefahren zu vermindern und den Nutzen des Internets für jedes Kind zu vergrößern.“

Alle müssten schließlich bezahlbaren Zugang zu guten Online-Angeboten erhalten. Benötigt sind dringend: mehr öffentliche Hotspots, außerdem wäre es sinnvoll die Kosten für Internetzugänge preisgünstig zu gestalten. Nur so ist eine frühe Förderung der digitalen Kompetenzen möglich.

Positiver digitaler Einfluss

Kinder aus entlegegen Regionen und die, deren Alltag von Krieg, Flucht und Armut bestimmt sind, könnte das Internet eine Tür in eine bessere Zukunft eröffnen.  Hier lassen sich viele positive Beispiele durch die digitale Welt aufzählen: Zugang zu digitalen Büchern und Texten. Übungen für Lehrer und Schüler, denen sonst wenig Material zur Verfügung steht.

Auch digitales Lernen für Mädchen zuhause, die das Haus nicht verlassen dürfen, wie beispielsweise in Afghanistan. Bildung via Smartphone, Tablet und Computer für Kinder in Flüchtlingslagern. Jobchancen erweitern sich ebenfalls durchs Internet. Außerdem könne sich junge Menschen übers Netz viwl einfacher Gehör verschaffen und austauschen.

Negatives an der Digitalisierung

Aber wo Licht ist, ist auch immer Schatten. So natürlich auch in der digitalen Welt. „Zu keiner Zeit war es so leicht, Wissen zu teilen und zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig war es nie so einfach, kinderpornografische oder andere verbotene Foto- oder Videomaterialien herzustellen und zu verbreiten“, bilanziert der Bericht. Dazu gehören auch Live-Streaming von sexuellem Missbrauch an Kindern und Minderjährigen.

Allein 2016 sind fast 57 350 Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten registriert worden. Gut 90 Prozent der einschlägigen Webseiten sind in Frankreich, Kanada, den Niederlanden, Russland und den USA ansässig. Die Bekämpfung von Missbrauch und Ausbeutung im Netz muss also weltweit ausgebaut und stark intensiviert werden.

Außerdem sind Kinder oft mit gewalttätigen und rassistischen Inhalten konfrontiert. Auch die Konfrontation mit Hass-Propaganda und potenziell gefährlicher Kontakt zu unbekannten Personen ist erhöht. Mobbing ist auch etwas dem sich immer mehr Kinder und Jugendlich ausgesetzt sehen durch die wachsende Digitalisierung.

Nichtsdestotrotz, wem der Zugang zum Internet verwehrt bleibt, der droht abgehängt zu werden. Ungleichheiten verschärfen sich in der digitalen Welt. In den Industrieländern nutzten insgesamt 81 Prozent der Menschen das Internet, in den ärmsten Ländern der Erde gerade einmal 15 Prozent.

Quelle: Unicef, heise.de

 

 

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