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Steuerbetrug im Online-Handel

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Shopping im Online-Handel meist deutlich günstiger

Nirgendswo anders kauft man so günstig wie im Internet. Das ist, besonders für Sparfüchse, ja nichts neues. Für den Einzelhandel allerdings auch nicht, denn die können oft nicht mit den Dumping-Preisen im Online-Handel mithalten. Aber nicht nur dem Einzelhandel entsteht ein großer Nachteil. Da viele der Online-Händler keine Umsatzsteuer zahlen entsteht auch dem Staat ein Nachteil, den man sogar beziffern kann. Der liegt nämlich im dreistelligen Millionenbetrag.

Natürlich kann man konkurrenzlos günstig anbieten, wenn man die Umsatzsteuer nicht bezahlt. Und genau das tun viele der Händler. Dass soll sich aber nun ändern, denn dieses Schlupfloch werden die Länder-Finanzminister endgültig schließen. Auf einen entsprechenden Gesetzentwurf verständigten sich die Finanzminister bei ihrer Jahreskonferenz Ende Mai in Goslar mit Vertretern des Bundesfinanzministeriums. Online-Plattformen, wie beispielsweise Ebay und Amazon sollen künftig haften, wenn ihre Händler keine Umsatzsteuer bezahlen.

Bild: Pixabay.com

Neues Gesetz tritt Januar 2019 in Kraft

Das neue Gesetz soll bereits zum Januar 2019 in Kraft treten, teilte die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen von der SPD mit, die den Konferenzvorsitz innehatte. Ahnen erklärte weiter, dass der Umsatzsteuerbetrug im Online-Handel eine hohe Relevanz habe für die öffentlichen Haushalte. „Es geht da sehr schnell um dreistellige Millionenbeträge, die jährlich den staatlichen Einnahmen entzogen werden. Außerdem muss Wettbewerbsgerechtigkeit mit anderen Anbietern gewährleistet sein.“

Getrickst wird beim Online-Handel schon bei der Einfuhr

Händler aus Nicht-EU-Staaten wie beispielsweise China liefern über Zwischenlager Waren in die Europäische Union ein, zahlen aber keine Umsatzsteuer an den Fiskus. Die von Kunden entrichtete Mehrwertsteuer kassieren sie aber trotzdem ein. Laut Experten entsteht das Problem aber noch früher. Wenn bei der Einfuhr der Warenwert zu gering angegeben wird, entgehen auch hier den EU-Ländern enorme Steuereinnahmen.

Online-Marktplatzbetreiber sollen künftig haften

Den Steuerbetrug zu Lasten der deutschen Staatskassen will man mit der neuen Gesetzesinitiative durchsetzen. Diese sieht vor, dass die Marktplatzbetreiber haften sollen, wenn die Händler auf ihren gestellten Plattformen keine Umsatzsteuer abführen. Die Haftung soll dann greifen, wenn der Betreiber die steuerliche Registrierung eines Händlers nicht nachweisen kann.

„Jeder vernünftige Online-Händler wird sich dagegen wehren, in die Haftung zu gehen, und von seinen Händlern einen entsprechenden Nachweis verlangen“, sagte Ahnen. Die nationale Gesetzgebung soll jetzt schon eine Lücke schließen, bevor 2021 eine entsprechende EU-Regelung in Kraft treten wird.

Quelle: heise.de

 

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