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Mobiles Bezahlen mit WeChat Pay für chinesische Touristen

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Wirecard führt nach Alipay nun auch WeChat Pay in Deutschland ein

Wirecard, das weltweit tätige Technologie- und Finanzdienstleistungs-Unternehmen mit Sitz in Aschheim bei München, bringt nun nach Alipay das nächste große Payment-System nach Deutschland: WeChat Pay.  Diese Nachricht dürfte das Bezahlen mit dem Handy in Deutschland noch einmal kräftig anschieben. Zum zweiten Mal bietet jetzt ein chinesischer Technologiekonzern seinen mobilen Bezahldienst in Deutschland an.

Zu Beginn des Jahres war es der chinesische Konzern Alibaba der mit seinem mobilen Bezahlsystem Alipay in Deutschland aufschlägt. Zwar vorerst nur an den Ladenkassen der Drogerie-Kette Rossmann und erst einmal auch nur für chinesiche Touristen.

Diese kaufen auf ihren Reisen nämlich gerne Kosmetik und Pflegeprodukte in sehr großen Mengen ein um diese dann mit nach hause zu nehmen. Also durchaus vorstellbar, dass Alipay und WeChat Pay, wenn sie dann an ausreichenden Bezahlstellen akzeptiert werden, auch für deutsche Kunden freigeschaltet werden.

WeChat Pay am Münchner Flughafen

Am Münchner Flughafen akzeptieren nun ab sofort rund 70 Shops WeChat Pay. Wie auch bereits bei Alipay, übernimmt die Abwicklung der Zahlungen auch hier
Wirecard. Die Shops am Münchner Flughafen sind damit die ersten in Deutschland, die WeChat Pay akzeptieren. WeChat Pay hat nach eigenen Angaben monatlich 600 Millionen aktive Nutzer. Damit ist es nach Alipay die meistgenutzte Mobile-Payment-App in China.

Laut einem Marktforschungsunternehmen haben im zweiten Quartal Waren und Dienstleistungen im Wert von umgerechnet rund 3,47 Billionen Euro mit mobilen Bezahlsystemen den Besitzer gewechselt. WeChat Pay hat demnach einen Marktanteil von knapp 40 Prozent. Alipay kommt auf fast 55 Prozent.

 

Bild: wirecard.com

Wie funktioniert das bargeldlose Bezahlen?

Bei WeChat Pay bezahlen Nutzer bargeldlos mit einem QR-Code. Der QR-Code wird eingescannt. Dann wird der Betrag für den Händler vom Guthaben in der App abgezogen. Internationale WeChat-Nutzer können die Bezahlfunktion auch nutzen, aber das Aufladen von Guthaben ist ohne chinesisches Konto arecht kompliziert. Aber man kann Zahlungen empfangen, wenn man eine Kreditkarte hinterlegt.

Deutschland hinkt hinterher

Dieser Vorstoß dürfte in vielen Banken den Druck weiter erhöhen, sehr bald eigene mobile Zahlungslösungen an ihre Kunden zu bringen. Die Furcht, dass ein großer Internetkonzern den heimischen Spielern zuvorkommt, ist groß und vor allem nicht unberechtigt. Paypal feiert in Deutschland bereits große Erfolge.

„Bezahlen mit dem Smartphone ist in Asien, Nordamerika und vielen Ländern Europas wie etwa England und Italien schon üblich“, sagt Jan Lisaus, der für Karten und Bezahlsysteme bei der Deutschen Bank verantwortlich ist. „Das wird sich auch in Deutschland durchsetzen, davon sind wir überzeugt.“

Die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken arbeiten ebenfalls an einer Lösung, wie sich das mobile Bezahlen in ihre Handy-App integrieren lässt. Bei den öffentlich-rechtlichen Häusern soll ein solches Angebot nach Angaben des Sparkassen-Verbands nach einer Testphase im Jahr 2018 flächendeckend angeboten werden.

Den chinesischen Anbieter Alipay nicht zu unterschätzen, riet bereits Friedrich Merz den versammelten Bankern auf dem Bankentag in Berlin. Alipay habe inzwischen 450 Millionen Kunden, das seien fast so viele Menschen, wie in der ganzen EU wohnten, zählte der Aufsichtsratsvorsitzende des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock in Deutschland auf. „Bei der Digitalisierung sind wir hier in Europa einfach zu langsam“, sagte Merz.

Quelle: heise.de

 

 

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