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Digitale Grabpflege – was geschieht mit unserem Online-Leben nach dem Tod

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Digitale Grabpflege, der Nachlass in der digitalen Welt

Digitale Grabpflege, ein Begriff den ich bisher gar nicht kannte. Ich bin zufällig darauf gestossen, als ich nach Themen für meine Blogbeiträge recherchiert habe. Der Begriff ist ein bisschen befremdlich, stimmt schon. Aber, genau über dieses Thema habe ich schön häufiger nachgedacht. Was passiert eigentlich mit dem digitalen Nachlass von Menschen die verstorben sind? Als Hinterbliebener hat man ja weder Zugänge oder Passwörter, noch weiß man, welche Dienste und Abonnements der Angehörige bezogen hat.

Start-Up-Unternehmen Back up your Life

Genau mit diesem Umstand befasst sich das Start-Up Back up your Life der jungen US-Amerikanerin Annette Adamska. Adamska musste sich genau mit dieser Problematik auseinander setzen, als ihre Mutter einen schweren Unfall hatte und kurze Zeit später verstarb.

Bild: Annette Adamska

Adamskas Unternehmen ist nicht das erste dieser Art. Die meisten dieser Firmen spezialisieren sich aber auf Menschen, die kurz vorm Ende ihres Lebens stehen. Back up your Life richtet sich dagegen eher an Personen, die in der Mitte ihres Lebens stehen, in den Dreißigern oder Vierzigern.

Das Unternehmen bietet einem die Möglichkeit den Nachlass des Digital-Lebens noch zu Lebzeiten überlegt und durchdacht zu regeln, Wünsche zu äußern und lässt die Hinterbliebenen, im Idealfall, nicht mit ungeklärten Fragen zurück.

Eine Erleichterung für die Hinterbliebenen

Online-Mitgliedschaften, Abonnements, Zugänge zu sozialen Medien, sich wiederholende Zahlungsverpflichtungen, kreative Arbeiten, etc. All die aufgeführten Dinge haben zu Lebzeiten keine große Bedeutung. Diese Alltäglichkeiten können aber nach dem Tod für die Hinterbliebenen in vielerlei Hinsicht schwierig sein.

Ein Profil in einem sozialen Netzwerk wie beispielsweise Facebook, das nicht gelöscht wurde, kann bei Hinterbliebenen ein regelrechtes Gefühlschaos auslösen, wenn sie glaubten, sie hätten mit der Trauer bereits abgeschlossen. „Dieser Prozess lässt sich nicht einfacher machen, aber es gibt sicher Dinge, die ihn erschweren“, sagt Adamska. „Wollen Sie denn wirklich, dass Ihre Angehörigen noch eine Geburtstagserinnerung von Facebook erhalten, wenn Sie bereits tot sind?“

Ein schrecklicher Gedanke, etwas das wohl jeder seinen Angehörigen ersparen möchte. Mit Sicherheit eine gute Anregung, auch wenn man keine Firma damit beauftragen möchte, so sollte man sich doch die Zeit nehmen und zumindest die wichtigsten Zugänge, Passwörter und Abonnements etc. einmal gesammelt notieren und die Familie informieren, wo diese Notizen im Notfall zu finden sind.

Quelle: heise.de

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