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Beitrag „Bundesregierung wa… wegen Trusted Computing vor Windows 8“ zurückgezogen

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Ich habe den Beitrag „Bundesregierung warnt wegen Trusted Computing vor Windows 8“ vorerst zurückgezogen.

Da die Quelle des Beitrags von ZEIT ONLINE stammt und Microsoft diesem Onlinemagazin eine einstweilige Verfügung erwirkte um den Beitrag zurückzunehmen, haben wir das als Vorsichtsmaßnahme ebenfalls durchgeführt.

ZEIT ONLINE hat eine Stellungnahme abgegeben und wehrt sich nun auf dem Rechtsweg gegen diese einstweilige Verfügung.

 

Meine persönliche Meinung ist:

In diesem Beitrag ist für mich zu verstehen, dass das BSI einerseits Dokumente veröffentlichte und darin Risiken bei dem Einsatz in Behörden sah, andereseits ihre Darstellungen nun veränderte, sich aber gleichzeitig mit diesen veränderten Darstellungen widerspricht.

BSI:

– „Das BSI warnt weder die Öffentlichkeit, deutsche Unternehmen noch die Bundesverwaltung vor einem Einsatz von Windows 8.“

– „Für kritische Systeme etwa in der Bundesverwaltung würden sich aber bestimmte Risiken wie Funktionsstörungen oder Sabotage ergeben“ teilte das BSI mit.

 

Microsoft:

Auch Microsoft widerspricht sich irgendwie. Einerseits erwirkte das Unternehmen die einstweilige Verfügung gegen den Beitrag, nein, gegen Überschrift und Teile des Beitrags, und andererseits erfolgt eine solche Aussage seitens des Unternehmens:

„Das betrifft aber nur bestimmte Behörden, der Verfassungsschutz oder der BND sollten das System besser nicht nutzen“, sagt Thomas Baumgärtner von Microsoft. Diese sollten das neue TPM 2.0 nachträglich ausschalten, was im Prinzip auch jeder Nutzer tun könne.

 

Laut den Spezifikationen des neuen TPM 2.0 ist eine nachträgliche Abschaltung jedoch nicht möglich. Durch das vorhandene Modul ist Trusted Computing 2.0 sofort aktiv und nicht abschaltbar. Es gäbe nur die die Möglichkeit, Hardware ohne TPM 2.0 anzuschaffen.

 

Wir können gespannt sein, wie der weitere Verlauf dieses Streits zwischen Microsoft und ZEIT Online sein wird.

Den nun leicht veränderten Beitrag von ZEIT ONLINE können Sie hier nachlesen.

Marcus Schedel

Autor: Marcus Schedel

Gründer von hello-it, IT-Supporter, Webmaster, Vater, Schreibling, technischer Schraubendreher, Möglichmacher, durch Erfahrungen in unterschiedlichen Unternehmen versierter Allrounder, Freewareempfehler und -selbstnutzer

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