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Die Abzocke mit den Affiliate-Links

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Abzocke mit Affiliate-Links

Mit einem Affiliate-Link verdient eine Webseite oder ein Blogbetreiber an Online-Verkäufen mit, die er über seine Seite vermittelt hat.
Recherchen des Magazins c’t decken auf, wie manipulierbar dieses System ist und so zu einer Abzock-Methode wird.

Was ist ein Affiliate-Link?

Ein Affiliate-Link bzw. das Affiliate-System basiert auf dem Prinzip der Vermittlungsprovision. Beim Online-Handel mit einem Vertriebspartner erhält ein Blog- oder Webseiteninhaber eine Provision, wenn seine Besucher einen Partner-Link (den Affiliate-Link) anklicken und nutzen. Dieser Affiliate-Link enthält einen speziellen Code, durch diesen ist der Affiliate (der Blog- oder Seitenbetreiber) eindeutig zu identifizieren.

Einfacher gesagt: Durch den Code in dem Link weiß das Händler von wem der Kunde kommt beziehungsweise vermittelt wurde. Für die Vergütung der Vermittlung gibt es verschiedene Modelle. Die Provision auf Klick-Basis (Pay per Click), dann gibt es die Weiterleitung eines Kunden via Aktion wie beispielsweise der Kontaktaufnahme per Mail (Pay per Lead). Oder auch durch einen Kauf (Pay per Sale). Der Affiliate bietet keine Ware oder Dienstleistung an, er fungiert lediglich als Schnittstelle zwischen Händler und einem potenziellen Kunden.

Bild: Tumisu, pixabay.com, photo-1929002

Manipulierte Codes im Link

Die Recherchen des c’t Magazins decken auf, das durch die Manipulation dieser Partnerprogramme die Umleitung, von einer circa sechsstelligen Summe, auf das Konto eines Berliner Unternehmens, erfolgte. Browser-Erweiterungen, sogenannte Add-ons, dürfen Codes nachladen, URLs abrufen und Cookies schreiben.
„Das birgt enormes Missbrauchspotenzial“, warnt c’t-Redakteur Holger Bleich. Die Add-ons die über Apps oder Downloads von Programmen auf den Computer gelangen, erscheinen harmlos, sind es aber  nicht. Sie sind dafür verantwortlich, dass der Einkauf in einem Online-Shop des Partnerprogramms nicht mehr dem jeweiligen Vermittler gutgeschrieben wird. Sondern einer Firma, die mit ihrer Plattform ebenfalls im Affiliate-Netzwerk vertreten ist.

Die Schadensbilanz

Den Schaden tragen in erster Linie die Blogger und Webseiten-Betreiber, die um ihre Provision geprellt wurden. Aber auch die Onlinehändler könnten ihren Schaden geltend machen. Und die Download-Portale, über die die Add-ons auf den PC’s der User gelandet sind, tragen zwar keinen finanziellen, aber einen Image-Schaden davon. Dem User entsteht kein finanzieller Nachteil, aber es erzeugt doch ein Gefühl der Unsicherheit. „Denn dieses Beispiel zeigt eindrücklich, wie einfach es ist, Schadsoftware auf fremde Rechner zu bringen“, betont Bleich. Es empfiehlt sich also dringend zu prüfen, welche Add-ons im Browser aktiv sind.

Quelle: heise.de

 

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