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Zukunft Polizei – Der Kampf gegen die Internet-Kriminalität

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Polizeiarbeit im Netz – Fahnder gegen die wachsende Internet-Kriminalität

Ein Konglomerat erwartete die Teilnehmer auf der diesjährigen BKA-Herbsttagung. Die Niederlande stellten die Polizeiarbeit mit neu entwickelter App und Augmented Police Reality vor. England teilt seine Pläne zur Polizeiarbeit nach dem Brexit vor.

 

Bild: pixabay.com – Macedo_Media

Die Herbsttagung des Bundeskriminalamtes in Ingelheim war dieses Jahr durch einen große Themenvielfalt geprägt. Einen gemeinsamer Nenner zieht sich aber wie ein roter Faden durch die Tagung: der Umbruch vor dem alle Polizeitruppen stehen. Fast am problemlosesten scheint die Lage dort, wo der politische Umbruch am größten ist.  Ian Cruxton, Deputy Director von der britischen National Crime Agency brachte die Bitte vor, dass sein Land weiterhin am Schengener Informationssystem SIS II angeschlossen bleiben möge, obwohl sein Land nicht mehr der EU zugehörig ist.

Erleichterung der Polizeiarbeit via App

Die Niederlande präsentierten ihr Forschungsprojekt ARpro (Augmented Reality Professional), eine Art PokemonGo für die niederländische Polizisten. Der Polizist bekommt in Echtzeit, während er auf Streife ist, alle für ihn wichtige Informationen priorisiert auf sein Smartphone gesendet. Also all das, was an Daten über die Nachbarschaft, in der er sich gerade befindet, verfügbar ist. Umgekehrt kann die Führungskraft die Streifen besser koordinieren, weil sie auf einem großen Touchscreen sieht, wo sich der Polizist befindet. Ein sehr ähnliches Konzept verfolgt in Deutschland die Hamburger Polizei, die in Kürze den Testlauf mit einem „Real Time Crime Center“ starten will, wie Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer bekannt gab.

Großen Anklang fand die niederländische App MEOS, die Limburgs Polizeichef Gery Veldhuis vorstellte. MEOS steht für „Mobiel Effectiever Op Straat“ und setzt die Vorgabe elegant um, mobil effektiver auf der Streife zu sein. Der Beamte kann für eine Halterabfrage ein Kfz-Kennzeichen fotografieren, dieses setzt dann automatisch den Abfragevorgang in Gang. Ebenso können Ausweise eingescannt und wenn die App sich im „Knollenmodus“ befindet, so die gängigen Vergehen (Fahren ohne Helm oder Gurt, Geschwindigkeitsübertretung usw.) mit wenigen Klicks abrufen.  Um fortlaufend an ihren neuen Technologien zu arbeiten und diese weiter zu entwickeln wurden bei der niederländische Polizei 200 IT-Spezialisten eingestellt.

Veldhuis warnte zum Abschluß seiner Rede vor „Einschränkungen durch die lähmende Wirkung des Datenschutzes“. Er erklärte, MEOS könnte effektiver sein, muss sich aber an das Gesetz für Polizeiinformation (Wet Politiegegevens) halten. Ähnliches gelte für ein weiteres Projekt namens LORA, bei dem Daten aus dem Internet der Dinge ausgewertet werden sollen, etwa wenn ein Schuss fällt und die Mitlauscher von Amazon dies hören.

Internet-Kriminalität kein vorrangiges Interesse an der Polzeischule

Oberstaatsanwalt Andreas May, teilte mit, dass sie die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität in Gießen ausgebaut werden soll. Das Personal soll nun verdoppelt und der Aufgabenbereich erweitert werden. Die Zahl der dort tätigen Staatsanwälte will man im kommenden Jahr von sieben auf 12 erhöhen.

Obwohl die Liste der Erfolge beachtlich ist, berichtet May von keinem großen Interesse für Internet-Kriminaltät. Bei einer Übung an einer Polizeischule hätten sich lediglich sieben Schüler dafür interessiert – von 170. Dabei müsste man die Ausbildung der Polizei modernisieren. Denn jeder angehende Kriminaler würde lernen, wie man eine Fußabdruckspur sichere, sagte der Oberstaatsanwalt. „Aber eine Datenspur können die wenigsten sichern.“ Ob Kindesmissbrauch, gefilmt und im Netz veröffentlicht, oder illegaler Handel mit Waffen – die Spezialfahnder der ZIT waren oft beteiligt, wenn sich Kriminelle im Internet betätigten.

Man braucht aber neben  Polizisten und Staatsanwälten auch IT-Fachleute. Deswegen hat man nun auch zwei neue Stellen für Cyberanalysten geschaffen, die man mit Informatikern besetzen will.

Quelle: heise.de

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