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Youtube-mp3.org, der größte Youtube-Downloader, abgeschaltet!

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Youtube-mp3.org shut down!

Der wohl größte und meiste genutzte Streamripper-Dienst Youtube-mp3.org ist offline, laut Whois läuft die Domain am 13. September aus.
Damit hat die Musikindustrie wohl einen ihrer größten (Teil-)Erfolge vor Gericht erstritten. Bereits seit einem Jahr fordern die Musikkonzerne Sony Music, Warner Music und Universal Music als Kläger das Verbot von Youtube-mp3.org. Auch in England hatte der Branchenverband BPI rechtliche Konsequenzen angekündigt und erhielt dabei Unterstützung vom deutschen Bundesverband der Musikindustrie.

Wie funktioniert das?

Ich kopiere den originalen Youtube-Link und füge ihn auf einer Streamripper-Seite ein, dort wird der Link zu einer mp3-Datei konvertiert, diese kann ich dann auf meinem Computer, Smartphone, etc. abspeichern und jederzeit anhören. Und genau hier liegt der Hund begraben. Geld verdient die Musikbranche nämlich nur, wenn ich mir den Song bzw. das Video über youtube.com direkt anhöre bzw. anschaue – mit der eingeblendeten Werbung. Nach dem Download fließt also kein Geld mehr.

mp3 downloaden

Bild: commons.wikimedia.org

Downloaden illegal oder nicht?

Der Download ist nicht illegal. Youtube verbietet den Download zwar in den AGB, nur ist es in Deutschland nicht automatisch so, dass man den AGBs zustimmt, indem man sich nur auf der Seite eines Anbieters befindet. Der deutsche Gesetzgeber sieht vor, dass man den AGBs nur aktiv zustimmen kann, also indem man ein Häkchen setzt bei „Ich habe die AGBs gelesen und bin einverstanden“.

Und somit fällt der Youtube-Download in die Kategorie „Anlegen einer Privatkopie“ und ist weder strafbar noch illegal. Da man auf den Downloader- oder Steamripper-Seiten, wie youtube-mp3.org, keinen Dritten beauftragt, einen Download anzufertigen, sondern die mp3 selber generiert, stellt auch diese Handlung keine Straftat dar – wie einige denken. Die Weiterverbreitung dieser mp3s wiederum schon, das ist ganz klar eine Straftat.

Youtube-mp3.org hatte weltweit monatlich über 60 Millionen User, davon rund eine Million in Deutschland. „Dass YouTube-mp3 offline gehen musste, ist ein wichtiges Signal für den Umgang mit der Lizenzierung von Musik im digitalen Raum. Vergleichbare Angebote im Netz werden ihr ‚Geschäftsmodell‘ vor diesem Hintergrund noch einmal eingehend hinterfragen müssen“, erklärte BVMI-Geschäftsführer Florian Drücke.

Alternativen zum Downloaden?

Wer kein Risiko eingehen und auf der sicheren Seite sein möchte, der sollte seine Musik über lizensierte Steaming-Anbieter hören. Spotify zum Beispiel ist kostenlos und finanziert sich über eingespielte Werbespots. Dann gibt es von amazon noch Music Unlimited als Prime-Mitglied zahlt man 7,99 €, ohne Prime-Mitgliedschaft 9,99 €. Wenn man seine Musik über Apple Music streamen möchte, kostet das ebenfalls nur 9,99 € monatlich, auch bei Juke liegt man bei 10 € monatlich.

Quelle: heise.de

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