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Virtual Reality

Virtual Reality: Die Zukunft der Menschheit?

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Virtual Reality hat enormes Potential, das steht außer Frage. Doch wie sehr können wir von Virtual Reality profitieren? Kann uns die virtuelle Welt tatsächlich nutzen oder müssen wir befürchten, dass die Menschheit einer möglichen Suchtepedemie durch besonders realitätsnahe VR-Spiele ausgesetzt sein wird? Warum ich persönlich Virtual Reality nicht nur auf virtuelles Spiele beschränke, sondern auf wesentlich mehr, erfahren Sie in nachfolgendem Bericht…

Virtual Reality: Nur Spielerei?

Die Berichte in den Medien haben zur Zeit aus meiner Sicht überwiegend nur eine Richtung im Blick: Das Gaming mit Virtual Reality. Dabei sehen viele davon vorgestellte „Spielerlebnisse“ mehr wie Experimente für Kindergärten aus. Und genau das beschreibt den momentanen Zustand dieser Technik: Sie steckt zum jetzigen Zeitpunkt noch in den Kinderschuhen! Der große Hype um Virtual Reality ist natürlich berechtigt, weil VR immenses Potential für unser Leben hat. Dabei sehe ich selbst das Gaming eher zweitrangig, denn in Zukunft, ich nenne mal den Zeitraum von ca. 10 bis 15 Jahren, wird Virtual Reality meiner persönlichen Meinung nach einen nennenswerten Einklang mit der realen Welt gefunden haben.

Virtual Reality: Welche Produkte gibt es momentan?

HTC Vive

Zur Zeit sind eigentlich nur drei als führende Anbieter für Virtual Reality Erlebnisse nennenswert. Allen voran ist meines Erachtens die HTC Vive die momentan beste Virtual Reality Komponente, die momentan die größten Möglichkeiten in diesem Sektor bietet: Eine Brille, die laut Berichten bezüglich ihres Gewichtes kaum bemerkt wird. Zwei drahtlose Controller, die gegenüber der Konkurrenz ausgefeilter und gut auf die Nutzung mit der Datenbrille abgestimmt sind. Hinzu kommen noch zwei Basisstationen, die die Bewegungsverfolgung im Raum bis 360° ermöglichen. Sie sitzen oder stehen nicht nur, Sie können sich tatsächlich im Raum bewegen. Das hat natürlich seinen Preis: Zur Markteinführung im April 2016 kostet die HTC Vive mit allen beschriebenen Komponenten 899,- Euro plus Versandkosten (Stand März 2016).

 

 

Virtual Reality

HTC Vive (Quelle: htcvive.com)

 

HTC VIVE im TEST | Lohnt sich der teure Virtual-Reality-Ausflug? (Quelle: GIGA Games auf youtube.com)

 

 

Virtual Desktop 1.0 Trailer (Quelle: youtube.com)

 

Oculus Rift

Als zweiten Anbieter gibt es die Oculus Rift. Diese zuvor nur mehr auf Gaming ausgelegte Virtual Reality Brille bringt neben seiner anfänglichen Nutzung mit Gamecontroller nun ebenfalls eine Möglichkeit, seine Hände mit zwei Controllern und Sensoren im gesamten Raum zu nutzen, nämlich mit Oculus Touch. Zuvor schien der Fokus mehr auf den sitzenden Gamer mit Gamecontroller zu sein, doch glücklicherweise überlässt Oculus das räumliche Potential von Virtual Reality nicht mehr ganz HTC und schafft mit Oculus Touch ein Konkurrenzprodukt. Wenn Sie sich Occulus Rift und Oculus Touch über die bereitgestellten Links ansehen, ist erkennenbar, dass Oculus das Virtual Reality Erlebnis in die Gaming-Sparte drängt. Das hat auch bei Oculus seinen Preis: Zur Markteinführung (voraussichtlich im Juni 2016) kostet die Oculus Rift 699 Euro plus Versandkosten (Stand März 2016). Was Oculus Touch kosten wird und ob es einen Verkauf als Gesamtpaket geben wird ist zur Zeit noch nicht bekannt.

 

Virtual Reality

Oculus Rift (Quelle: oculus.com)

 

Angespielt: Die finale Oculus Rift (Quelle: heise online auf youtube.com)

 

 

Vergleich HTC Vive und Oculus Rift:

HTC Vive vs. Oculus Rift (Quelle: PC Games auf youtbe.com)

 

Playstation VR

Die zuletzt genannte Virtual Reality Brille ist von Playstation, die Playstation VR. Diese ist, wie nicht anders zu erwarten war, voll auf den Massenmarkt konstruiert. Ob eine Nutzung mit der Playstation 3 möglich sein wird ist mir persönlich nicht bekannt, ich bezweifle dies aber. Hier steht das Gaming im Vordergrund, da die Playstation 4 logischerweise eine Spielekonsole ist. Käuflich zu erwerben ist nach jetzigem Stand nur die Datenbrille, die voraussichtlich im Herbst 2016 zu einem Preis einer Konsole (also vermutlich 350 bis 450 Euro) gekauft werden kann.

 

Virtual Reality

Playstation VR (Quelle: playstation.com)

 

 

Playstation VR getestet (Quelle: DASDING Game Checker auf youtube.com)

 

 

Gesamtvergleich HTC Vice vs. Oculus Rift vs Playstation VR

VR-Vergleich (Quelle: Gamestar auf youtube.com)

 

Sulon Q

Die Sulon Q VR ist eine Entwicklung von Sulon Technologies und AMD. Interessant ist, dass das VR-Headset kabellos und somit ohne zusätzliche Hardware auskommen soll. Also ein in sich geschlossenes System, wobei sich eine leichte für den Betrieb notwendige Box am Hinterkopf oder am Trageband befinden soll. Zusatzlich handelt es sich hierbei nicht um eine typische VR-Brille, sondern auch um ein Gerät, das Augmented Reality wie die nachfolgend beschriebene Hololens von Microsoft beherrschen soll.

Die Hardware, die in der Box eingebaut ist, besteht laut Berichten im Internet aus einem AMD Fx-8800P-Prozessor, einem Radeon R7 Grafikprozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB OnBoard-Speicher. Der Veröffentlichungstermin soll im Sommer erfolgen, der Preis jedoch steht noch nicht fest (Stand heute).

Microsoft Hololens

Die Hololens von Microsoft, die ich als Augmented Reality Brille (nicht zu verwechseln mit Virtual Reality) wirklich nur kurz erwähnen möchte, sehe ich persönlich noch nicht massenmarkttauglich, da diese vermutlich sehr teuer sein wird (allein die Entwicklerversion kostet 3000 Dollar) und somit eher größeren Unternehmen intern einen Nutzen bringen wird. Man beachte den Bericht des NASA-Tests auf der ISS. Mit welchen Argumenten die Hololens den eigentlichen Bürgern schmackhaft gemacht werden soll, das weiß ich nicht. Dafür finde ich momentan noch keine…

Virtual Reality: Das Potential

Zum Beispiel Audi erkannte die Möglichkeiten von Virtual Reality für sein Unternehmen und macht es vor. Mit dem Audi VR Experience, das berichten zufolge noch dieses Jahr veröffentlich werden soll (zuerst für Oculus Rift und danach für HTC Vive), wird Kunden das Konfigurieren eines neuen Audi in speziellen Showräumen zum besonderen Erlebnis.

Ich stelle mir aber viel mehr vor, nämlich Virtual Reality mit Datenhandschuhen (früher als Cyberhandschuhe bezeichnet). Zu sehen in dem Film Minority Report aus dem Jahr 2002. Zum Beispiel sind mit Manus VR Datenhandschuhe in der Entwicklung, die mit den kommenden Virtual Reality Systemen funktionieren soll. Vermutlich werden diese ab Herbst den Softwareentwicklern für ca. 250 Dollar käuflich zu erwerben sein. Der Nachteil bei diesen Handschuhen: Die Controller der HTC Vive müssten mit den Handschuhen verbunden werden. Das stelle ich mir in der Handhabung etwas schwierig vor.

Unveiling the Manus gloves (Quelle: youtube.com)

Virtual Reality noch weiter gedacht

Ich persönlich gehe aber noch einen Schritt weiter, der das virtuelle Erlebnis noch verstärkt: Datenhandschuhe mit Motoren. Gloveone zeigt auf seiner Webseite, dass auch „Fühlen“ ein großer Bestandteil von Virtual Reality sein sollte. Und genau das finde ich richtig. Weil in Zukunft Virtual Reality beispielsweise bei den Ausbildungsberufen einen wichtigen Bestandteil einnehmen wird. In der Medizin kann bei einer virtuellen Operation nicht mit Controllern herumgefuchtelt werden, dazu gehört Fingerspitzengefühl. Oder KFZ-Mechatroniker können vor der ersten realen Reparatur erfühlen wie es ist, eine solche Reparatur anzugehen. Auch können für internationalen Konferenzen mit dieser Technik die Kosten heruntergeschraubt werden, da sich die Teilnehmer sogar mit Handschlag begrüßen und somit einen menschlichen Näheeffekt bekommen könnten.

 

Musiker aus aller Welt könnten sich in virtuellen Räumen zusammen treffen und ein bischen jammen, oder sogar Konzerte geben. Weiter könnten wir Menschen uns mithilfe von Virtual Reality spielerisch auf Ereignisse oder Katastrophen vorbereiten und erlernen, was wir in diesen Situationen machen können. Erdbeben, Lawinen, Autounfälle und so vieles mehr kommen unbestritten in unserer Welt vor. Wir könnten so viel tun und dadurch viele Leben retten, aber oftmals sind Hemmungen „das Falsche zu tun“ vorhanden, die uns vielerorts einfach lähmen.

Zusätzlich könnten beispielsweise vielleicht Menschen mit Soziophobie unterstützt werden, diese Ängste mit Virtual Reality nach und nach zu bewältigen. Stellen Sie sich vor, Menschen, die nicht aus ihrem Haus oder ihrer Wohnen gehen können, machen im Virtual Reality Fortschritte, und trauen sich nach einer gewissen Zeit tatsächlich raus nur um zu sehen ob sie das Erlernte aus der virtuellen Welt in der realen Welt anwenden können.

Oder ein Paar, das aus bestimmten Gründen örtlich getrennt ist, kann sich einfach mal virtuell zum Tanz verabreden. Dazu fehlt natürlich noch die Hardware, die den gesamten Körper in den virtuellen Raum projiziert und nicht nur darstellt, aber diese ist auch schon in der Entwicklung.

Gloveone (Quelle: youtube.com)

Virtual Reality: Die Gefahren

Bei den Vorteilen gibt es natürlich auch Nachteile, die nicht unterschätzt werden sollten. Die Gefahr, irgendwann in Boxen wie in dem Film Surrogates aus dem Jahr 2009 „dahin zu vegetieren“ besteht natürlich, und das sollte immer bedacht bleiben. Computerspiele können schon süchtig machen, warum also nicht auch Virtual Reality. Wenn die Menschheit sich nur noch virtuell trifft und nicht mehr im realen Leben, kann das zu Abstumpfung, Gefühlskälte und Interessenlosigkeit führen. Mit Virtual Reality kann alles beschönigt werden, das reale Leben jedoch ist wie es ist.

Virtual Reality: Fazit

Wenn ich am Ende dieses Beitrages so darüber nachdenke, ist ein bisschen Spielen in virtuellen Welten eigentlich ganz okay. Für bestimmte Spiele wie Elite: Dangerous wünsche ich bezahlbare Sitzmöglichkeiten mit Hydraulik, damit Spielern während des Spiels nicht schlecht wird. Die notwendige Hardware für Virtual Reality kostet jetzt noch viel mehr als nur die Produkte von HTC, Oculus oder Playstation. Wenn jemand Virtual Reality nutzen möchte, sollte der- oder diejenige momentan den Preis einer VR Datenbrille ungefähr mal 2 bis 2,5 nehmen, da zur Nutzung ein PC die notwendigen Voraussetzungen erfüllen und somit möglicherweise neue Hardware eingekauft werden muss.

Aber ich stelle fest: Mit Virtual Reality kann wesentlich mehr vollbracht werden, wenn nicht nur der Gaming-Teil im Fokus steht. Wir sind Menschen und können viel weiter denken als nur bis zur Datenbrille und zurück. Vergnügen darf und soll auch sein! Aber den Nutzen uns konstruktiv weiterzubringen, um damit viele Lösungen bei den Problemen dieser Welt zu finden, den wünsche ich uns allen bei dem Blick in die Zukunft mit Virtual Reality.

 

Links:

01. Sulon Q VR (Quelle: winfuture.de)

 

Marcus Muthspiedl

Autor: Marcus Muthspiedl

Gründer von hello-it, IT-Supporter, Webmaster, Vater, Schreibling, technischer Schraubendreher, Möglichmacher, durch Erfahrungen in unterschiedlichen Unternehmen versierter Allrounder, Freewareempfehler und -selbstnutzer

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