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Flowmachines

Musik komponiert von Computern

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Musik von Künstlicher Intelligenz

Fake Music so heißt die Musik die von Künstlicher Intelligenz, also von Computern komponiert wird. Gar nicht ungewöhnlich ist es ja, das Musiker Musik-Software verwenden um ihre Musikstücke zu bearbeiten. Nun arbeiten aber Firmen und Forscher daran Musik ganz ohne menschliche Musiker zu produzieren. An die Stelle des Künstlers rückt der Computer.

Der ein oder andere wird jetzt vielleicht einen Schreck bekommen, denn schnell bildet sich im Kopf die Vorstellung, dass Computer menschliche Popstars völlig verdrängen. So wird es aber nicht sein. Ein Computer kann keinen Justin Bieber, eine Taylor Swift oder eine Ariana Grande ersetzen. Weltweit werden also weiterhin Millionen Teenager junge Popikonen anhimmeln und sich mit ihren Postern die Zimmerwand tapezieren.

Beatles-Songs als Grundlage für den ersten KI-Song

Der erste, von KI komponierte Song heißt Daddy’s Car, mein erster Gedanke: klingt sehr nach den Beatles. Und damit liege ich auch gar nicht falsch. Die Entwickler des Sony CSL (Sony Computer Science Laboratory) Forschungslabor erklären, wie die KI das überhaupt schaffen kann: „Die sogenannte ‚Flow Machines‘-Software lernt verschiedene Musikstile von einer riesigen Datenbank voller Songs. Sie kann alle möglichen Songs kreieren, weil sie besondere Kombinationen des Stiltransfers, der Optimierung und Interaktionstechniken verwendet„.

Vereinfacht gesagt: Im Prinzip stückelt die Künstliche Intelligenz mit Algorithmen neue Songs auf der Grundlage alter Songs zusammen. Und für Daddy’s Car waren Beatles-Stücke die Grundlage. Text, Gesang und Produktion steuerte aber dann doch noch ein Mensch hinzu, der französische Komponist Benoît Carré.

Die Maschinen werden somit also nichts innovatives oder stilistisch neues erschaffen können, das werden weiterhin Menschen tun. Um ihre Jobs müssen Komponisten deshalb also nicht bangen, sagt Valerio Velardo vom Startup Melodrive. Die Zukunft von Musik durch KI liegt hier also eher in anderen Bereichen.

Zum Beispiel kann man sich über Jukedeck kostenlose Soundtracks für das eigene Video komponieren lassen. Man gibt ein Genre, die Länge und die Gefühlsstimmung, die das komponierte Stück erzeugen soll ein und innerhalb weniger Sekunden erzeugt die Künstliche Intelligenz einen lizenzfreien Song nach den gewünschten Vorgaben für 0,99 Euro.

Jukedeck

Quelle: Jukedeck

Das größte Potenzial dürfte KI-Musik aber im Gaming-Bereich haben. Computerspiele benötigen Musik und um so länger und vor allem interaktiver die Spiele werden, wird es auch schwieriger entsprechende Musik einzusetzen, ohne das der Spielende immerzu die gleichen Stücke zu hören bekommt, hier lässt sich die von Computern komponierte Musik natürlich wunderbar einsetzen, Valerio Velardo hat das Potenzial hier erkannt und das Startup Melodrive gegründet.

Quelle: Melodrive Jukedeck

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