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Der Growroom
Der Growroom

Growroom – Ikea entwickelt kompakten urbanen Hochgarten

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Ein Hoch auf den Garten

Ikeas externe Innovations- und Kreativ-Schmiede Space10 entwickelte in einem Open Source-Projekt den Hochgarten The Growroom. Jeder kann sich den Bauplan für den Growroom kostenfrei herunterladen. Gedacht ist der urbane Hochgarten, der 2,8 x 2,5 Meter misst, für den Balkon, das Hausdach oder eine kleine Terrasse.

Growroom von Ikea

Quelle: Alona Vibe

Viele Aspekte vereint in einem Projekt

Dieses Projekt soll jedem die Möglichkeit geben einen kompakten Garten zur Selbstversorgung zu bauen. Zielsetzung dieses Projekt war es folgende Ansätze in dicht besiedelten städtischen Räumen zu ermöglichen und zu vereinen: Der Bedarf an Lebensmitteln steigt kontinuierlich, Alternativen finden zur globalen Lebensmittelversorgung, mehr Natur in der Stadt. Die Lösung ist der von den Architekten Sine Lindholm und Mads-Ulrik Husum entwickelte Growroom.

Eine Ikea-typische Anleitung in 17 Schritten, Schrauben und Holz. Aber es wird den Growroom nicht zu kaufen, sondern nur als Bauvorlage geben. Ikea begründet das logisch: „Es macht keinen Sinn,  die lokale Lebensmittelerzeugung zu unterstützen und den Groowroom dann über Ozeane und Kontinente hinweg zu verschiffen.“

Der Bausatz des Growrooms

Quelle: NiklasAdrianVindelev_Space10

Regionalen Konsum fördern

Vor eine große Herausforderung stellt einen der Hochgarten allerdings noch. Man benötigt Werkzeug, das nicht mal eben jeder zuhause hat, Lasercutter und CNC-Fräse sind eher Profiwerkzeug. Aber auch hier hat Space10 eine Möglichkeit gesehen nicht nur Lebensmittel regional zu erzeugen, sondern auch das Potenzial für die Schreinerei um die Ecke gesehen.  Die kann einem die Teile für den Growroom fertigen – den Konsum in die eigene Region umlenken, weg von der globalen-Bezugs-Denke. Die Großstädter finden bei sich in der Nähe vielleicht auch einen öffentlichen Hobbykeller, sogenannte Maker-Spaces und können den Zuschnitt selbst sägen.

Natürlich ersetzt der Growroom-Hochgarten keinen großen Gemüse-Garten, er macht einen auch nicht zum autarken Selbstversorger. Es ist aber ein kleiner umweltfreundlicher Schritt in die richtige Richtung. Besonders schön ist hier vorallem die Möglichkeit für Kinder, gemeinsam mit ihren Eltern oder auch Großeltern etwas zu bauen, zu gestalten und zu pflanzen, ein altersübergreifendes Projekt. So lernen auch Kinder, dass der Salat und die Gurken nicht bei Rewe um die Ecke wachsen, sondern wo Essen eigentlich herkommt.

Hochgarten aus Paletten - Alternative zum Growroom

Quelle: deavita.com

Vom Growroom inspirieren lassen

Es muss natürlich nicht unbedingt der Ikea-Hochgarten sein. Man kann sich ja auch einfach nur von der Grundidee inspirieren lassen. Ein kleiner Hochgarten lässt sich auch mit weniger Aufwand herstellen: einige Europalletten, ein Holzpaneel,  ein Spalier oder ein Holzgitter, das an der Wand befestigt wird. Dazu einige Töpfe die mit simplen Halterungen aus dem Baumarkt am Gestell aufgehängt werden – viel mehr braucht man nicht. Sicher ist: ganz egal aus welchem Hochgarten die Kräuter oder das Gemüse kommen, selbst angebaut schmeckt es einfach doppelt so gut.

 

Quelle: space10.io

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