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Die Schriftsprache in der digitalen Kommunikation

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Die Veränderung der digitalen Kommunikation

Wenn ich an mein erstes Handy zurück denke, dann kommt mir am ehesten in den Sinn, wie mühselig es war eine SMS zu schreiben. Im Vergleich zu heute in Zeiten der Messenger, war damals eine Textnachricht schreiben echt harte Arbeit. Als erstes musste man sich gut überlegen, was man schreibt, man hatte ja nur 160 Zeichen zur Verfügung. Und jede einzelne SMS kostete Geld.

Das können sich die Kids von heute gar nicht mehr vorstellen, die kennen ja nur unbegrenzte Flatrates und Whatsapp. Um Zeichen einzusparen, habe ich beispielsweise keine Leerzeichen verwendet. Ich habe die einzelnen Wörter, also jedes neu beginnende Wort, mit Großbuchstaben voneinander getrennt.

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ZuHaben. Hinten runtergefallen ist so natürlich die Groß- und Kleinschreibung, die Grammatik, die Interpunktion – ja eigentlich alles, was die deutsche Sprache ausmacht.

By MicroZesToOwn work, CC BY-SA 3.0, Link

Verschlechterung der Schriftsprache?

Die Veränderung der Sprache, vor allem der Schriftsprache in der digitalen Kommunikation ist heute ein häufig analysiertes Thema. Teilnehmer einer Studie in 2001 glaubten, dass sich die digitale Kommunikation in Messengern, SMS oder E-Mails negativ auf die Schriftsprache auswirkt. 62 Prozent der damals befragten Internetnutzer zwischen 14 und 60 Jahren glaubten an einen eher negativen, 20 Prozent an einen sehr negativen Einfluss auf Rechtschreibung, Grammatik und Satzbau.

Eine aktuelle Befragung ergab ein anderes Bild. Mit Sicherheit deswegen, weil die digitale Kommunikation zu einem unserer Hauptkommunikationsmittel und ganz alltäglich geworden ist.  Nur noch 11 Prozent sehen einen sehr oder eher negativen Einfluss, 3 Prozent sehen gar keinen Einfluss.

Und tatsächlich ist es so, dass sich die große Mehrheit der Befragten (Querbeet durch alle Bevölkerungsgruppen) an die gängigen Rechtschreibnormen hält. Ebenso geben sie an auf einen korrekten Satzbau und Interpunktion zu achten. Die unter 25-Jährigen allerdings beachten diese Rechtschreibnormen etwas seltener als die älteren Befragten.

Emojies und Sprachnachrichten

Emojies werden von jedem gerne verwendet. Jedoch ergab die Befragung, dass Frauen und unter 35-Jährige sie häufiger verwenden als Männer und ältere Befragte. Eine weitere Form der digitalen Kommunikation sind die Sprachnachrichten. Hier gaben 31 Prozent an diese gar nicht zu nutzen und 24 Prozent dass sie eher selten Sprachnachrichten verschickt. 11 Prozent versenden täglich Sprachnachrichten, 13 Prozent mehrmals pro Woche und 5 Prozent nur einmal die Woche.

Als Gründe für die Sprachnachrichten werden genannt – allen voran: die Zeitersparnis, mit 54 Prozent. 13 Prozent, das man so Emotionen besser zum Ausdruck bringen kann. Ebenfalls 13 Prozent schätzen den geringeren Aufwand und 12 Prozent finden es gut, nicht tippen zu müssen.

Quelle: heise.de

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