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Die Bedeutung der Automatisierung für den Arbeitsmarkt

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Aussterbende Jobs in der Automatisierung

Die Automatisierung, ein großes Thema, überall. Gerade neulich habe ich mich wieder mit einer Freundin darüber unterhalten. Bis vor einigen Jahren haben wir uns freitag abends regelmäßig einen Film in der hiesigen Videothek zusammen ausgeliehen. Unser Freitagabend Ritual gibt es noch, die Videothek allerdings nicht mehr. Für uns beiden Freundinnen kein großes Ding (in Zeiten von Netflix, Sky und Maxdome), für den Videothekenbesitzer aber ganz bestimmt.

Das 21. Jahrhundert ist ganz wunderbar, gar keine Frage. Automaten, Maschinen und Elektrizität haben die Menschheit von harter Knochenarbeit entbunden. Aber wie bei allem hat die Medaille auch hier zwei Gesichter. Es gibt Jobs und Geschäfte die sterben aus und müssen schließen, die passen nicht in die „Industrie 4.0“. Das nächste Level ist die digitale Verknüpfung von allem mit allem.

Maschinen warten, reparieren und steuern sich eigenständig. Sie kommunizieren in intelligenten Netzwerken miteinander und überwachen sich gegenseitig. Die populäre Anekdote von Ökonom Warren G. Bennis scheint heute gar nicht mehr so abwegig: „Die Fabrik der Zukunft wird nur zwei Mitarbeiter haben – einen Mann und einen Hund. Der Mann füttert den Hund, und der passt auf, dass der Mann die Maschinen nicht anfasst.“

MIT-Ökonom David Autor By Niccolò CarantiOwn work, CC BY-SA 4.0, Link

Technologie vernichtet Jobs, aber nicht Arbeit

Und trotz der rasant fortschreitenden Automatisierung werden wir nicht überschwemmt von Arbeitslosen. Wieso gibt es denn noch so viele Jobs?  Die Frage beantwortet MIT-Ökonom David Autor so: „Technologie vernichtet Jobs, aber nicht Arbeit.“ Konkret kann man das an einem Beispiel erklären: Bankautomaten haben die Kassierer in der Bank ersetzt.

Die Zahl der Bankschalterbediensteten ist in den USA damals um ein Drittel gesunken. Die gewonnene Effizienz haben die Banken dann aber dazu genutzt, neue Filialen zu eröffnen. Und für diese neuen Filialen brauchte man auch wieder Mitarbeiter. Diese Mitarbeiter haben sodann komplexere Aufgaben mit Beratung und Vertrieb übernommen, statt bloß am Bankschalter zu arbeiten.

„Innovation ist die Mutter der Bedürfnisse“, sagt David Autor und sieht die Automatisierung optimistisch. Neue Technik gibt den Menschen mehr Fähigkeiten und größere Möglichkeiten. Innovation bewirkt also Nachfrage nach Dingen und Leistungen, die es vorher nicht gab. Und eben diese neue Nachfrage schafft auch neue Arbeitsplätze. Es wird Bereiche geben, bei der viele Arbeitsplätze wegfallen werden durch die Automatisierung. Aber: „Was für eine bestimmte Branche zutrifft, hat noch nie für die gesamte Wirtschaft gegolten“, betonte David Autor.

Die Automatisierung verändert die Jobsuche und -Auswahl

Und was wir über all das hinaus nicht vergessen dürfen: Maschinen können das Menschliche nicht ersetzen. Also wächst anderswo das Jobangebot. Und am stärksten tut es das aktuell in den „personennahen Dienstleistungen“: Pflege, Gesundheitsfürsorge, Kosmetik, Wellness, Physiotherapie. Ebenso im Bereich „Bildung und Erziehung“ (Kitas und Schulen), „Freizeit und Erholung“ (Touristik und Luftfahrt), „Nahrung“ (Restaurants) und „Sicherheit“ (Objekt- und Personenschutz).

Quelle: heise.de

 

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