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Autobahn

Autonome Autos – Deutschland soll Vorreiter werden

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Autonome Autos in Singapur im Testbetrieb

In Singapur fahren bereits seit August letzten Jahres autonome Autos – besser gesagt autonome Taxis, durch den Geschäftsbezirk One-North. Für die Fahrten mit Fahrgästen nutzt das Start-up NuTonomy den umgerüsteten Renault Zoe und den Mitsubishi i-MiEV. Mit einer Smartphone-App kann man die autonomen Taxis bequem dorthin bestellen, wo man sich gerade befindet. Aktuell sind aber noch Mitarbeiter des Unternehmens mit an Bord und überwachen die Fahrten der autonomen Autos.

Wie weit sind die Deutschen, ist das Vertrauen in die Technik groß genug?

In Umfragen haben Bundesbürger angegeben, dass 37 % gerne ein autonomes Auto kaufen möchten. Aber wie würden die Deutschen die Zeit im Auto nutzen? 50 % gaben an, die Zeit zu nutzen um mit ihren Mitfahrern zu sprechen, 47 % würden digital kommunizieren. 42 % gaben an die gewonnene Zeit damit zu verbringen sich zu informieren, also Nachrichten und Zeitung zu lesen. Bei um die 30 % lagen jeweils die Antworten „essen und trinken“, „Unterhaltungsmedien nutzen“, „zu arbeiten“ und „zu schlafen“.

Noch sind die autonomen Autos aber nicht so weit sich völlig unkontrolliert auf den Straßen dieser Welt fort zu bewegen. Aber der Weg dorthin zeichnet sich immer mehr ab, dennoch ist eine gewisse Kontrolle nötig. Die High-Tech-Firmen und Fahrzeughersteller dieser Welt  arbeiten mit Hochdruck daran. Es wird darauf hin gearbeitet, dass bis 2025 dass Auto fahren vollständig von autonomen Autos übernommen wird.

Ethikkommission soll Grundregeln festlegen

Politik, Wirtschaft und Industrie müssen hier zusammen finden und die Rahmenbedingungen festlegen. Hierzu hat die Bundesregierung eine Ethikkommission einberufen, diese legt nun 20 Grundregeln für autonome Autos fest. „Die Interaktion von Mensch und Maschine wirft in der Zeit der Digitalisierung und der selbstlernenden Systeme neue ethische Fragen auf“, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bei der Vorstellung des Berichts. Deutschland sei das erste Land der Welt, in dem die ethischen Fragen in der Breite diskutiert werden, wie es in den vergangenen Monaten geschehen sei. Es seien weltweit die ersten Leitlinien für automatisiertes Fahren. „Damit bleiben wir international Vorreiter für die Mobilität 4.0“, so Dobrindt weiter.

Der Ethikkommission gehören Philosophen, Informatiker, Verbraucherschützer, Vertreter der Automobilindustrie und auch ein Geistlicher an. Die Kommission macht bisher deutlich, dass autonomes Fahren keinem Selbstzweck oder Zeitvertreib dienen soll. Im Bericht heißt es „„Die Zulassung von automatisierten Systemen ist nur vertretbar, wenn sie im Vergleich zu menschlichen Fahrleistungen zumindest eine Verminderung von Schäden im Sinne einer positiven Risikobilanz verspricht.“

Autonime Autos

By kandschwar – Own work, CC BY-SA 3.0, Link

Menschenleben geht immer vor – nur welches, wenn man wählen muss?

Der Schutz des Menschen soll also immer vor jedem anderen Nutzen stehen und Sach- und Tierschaden geht vor Personenschaden. Aber wie soll ein  autonomes Auto reagieren, wenn es zu einem Unfall kommt und nur zwei Alternativen zur Wahl stehen – das Auto in eine Gruppe Kinder oder eine Gruppe älterer Herrschaften lenken? Auch hier legt die Kommission fest: Es darf keine Klassifizierung von Personen geben. Ein Computer darf nie aufgrund von Merkmalen die Wahl treffen, welcher Mensch zum Opfer werden soll. Jede Qualifizierung eines Menschen nach persönlichen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, körperliche oder geistige Konstitution ist also nicht zulässig. Der Bericht versucht solch eine extreme Situation bisher möglichst zu umgehen. Die Kommission schreibt hierzu „Echte dilemmatische Entscheidungen wie die Entscheidung Leben gegen Leben sind von der konkreten tatsächlichen Situation unter Einschluss ,unberechenbarer‘ Verhaltensweisen Betroffener abhängig. Sie seien deshalb nicht eindeutig normierbar und auch nicht ethisch zweifelsfrei programmierbar.“

Autonome Autos sind aber in der Regel die besseren Fahrer, denn klar ist: Der Computer fährt nicht unter Drogen- und Alkoholeinfluss, ist nicht abgelenkt und wird auch nicht müde.

Quelle: Welt.de

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