BlogIT

Der Blog von hello-it

40 Jahre Navi – die Geschichte vom Navigationssystem

| Keine Kommentare

Von der Papierlandkarte zum Navigationssystem

Wenn ich heute an die Urlaube in meiner Kindheit zurück denke, besonders an die Autofahrten um an das ersehnte Urlaubsziel zu gelangen, dann denke ich vor allem an eines: die Landkarte.  Also die, die so richtig oldschool ist, nämlich die aus Papier. Vermutlich hat keiner, der heute unter 20 Jahren alt ist, so eine jemals in Händen gehalten oder zu Gesicht bekommen.

Der Urlaubsbegleiter meiner Kindheit hat schon lange ausgedient. Heute hat man entweder ein Auto mit integriertem Navi. Oder ein mobiles Navi, das man im Auto befestigt. Oder eine Navigations-App auf seinem Smartphone. Für jemanden, der die Papier-Landkarte noch kennt und um die damit verbundenen Schwierigkeiten weiß, ist auch heute noch dankbar für diesen Alltagserleichterer!

Von der militärischen Nutzung zum Alltagsgegenstand

Das erste Navigationssystem wurde 1958 entwickelt. Es war ein Satellitennavigationssystem (Navy Navigation Satellite System, abgekürzt: NNSS oder NAVSAT) namens Transit. Mitunter wurde es auf Schiffen eingesetzt um Interkontinentalraketen in ihr Ziel zu navigieren. Nach einem fehlgeschlagenen ersten Start 1959, schwenkte dann 1960 der Demo-Satellit Transit B1 in seine Umlaufbahn ein. Ab 1964 wurde dieses System militärisch genutzt, ab 1967 dann auch zivil. Das System Transit erreichte eine Genauigkeit von 15 bis 500 Metern. Die Empfänger für Transit waren damals aber zu groß und zu schwer um damit einzelne Soldaten auszurüsten.

Global Positioning System (GPS)

Deswegen entwickelte das US-Militär ab 1973 ein System, das von Einzelpersonen genutzt werden konnte. Das Global Positioning System (GPS) war geboren. Der erste GPS-Satellit flog 1978 ins All. Da es für das GPS allerdings Finanzierungsschwierigkeiten gab, war es erst 1995 voll einsatzfähig.

Dann kreisten 24 GPS-Satelliten und einige Reservesatelliten in sechs Orbitalen 20.200 Kilometer von der Erde entfernt. Bis zum 02. Mai 2000 war das System sehr ungenau. An diesem Datum ließ die US-Regierung dann das Fehlersignal „SA“ (Selective Availability) abschalten um konkurrenzfähig zu anderen neuen Systemen zu sein. Somit stellte sich nämlich eine deutlich bessere Positionsgenauigkeit ein.

Weitere Satellitennavigationssysteme

Da das GPS ausschließlich vom US-Militär kontrolliert war, war der Wunsch vieler Länder nachvollziehbar „unabhängige“ Satellitennavigationssysteme nutzen zu können. So entwickelten sich weitere Navigationssysteme: Beidou, Galileo und Glonass. Ab 2007 wurden dann auch die Technik der Mobiltelefone besser und so konnten auch diese als Empfänger fungieren. Seit 2011 konnten Smartphones dann zumeist zwei Satellitennavigationssysteme empfangen: GPS und Glonass.

Ab 2014 etablierte sich für Smartphones auch das chinesische Unternehmen Beidou. Und seit 2017 können auch zunehmend mehr Geräte die Galileo-Signale umsetzen. Die Technik in den Geräten wird stetig besser. Die neuen Chipgenerationen werden beispielsweise nicht mehr GPS- und Glonass-Signale bevorzugen, sondern alles verwerten und nutzen, was zu empfangen ist.

Die GPS-Satelliten wurden von den Unternehmen Rockwell, Lockheed Martin und Boeing gebaut. Für jede, der fünf Generationen wurden nur neun bis 20 Satelliten hergestellt. Die konzipierte Lebensdauer lag und liegt bei zehn bis 15 Jahren. Seit 1978 wurden also über 60 Satelliten gestartet. Heute befinden sich 31 GPS-Satelliten im Orbit, einige davon inaktiv beziehungsweise in Reserve.

Quelle: heise.de

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*

code

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.

WP to LinkedIn Auto Publish Powered By : XYZScripts.com