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Amazon: Verdi plant zeitgleiche internationale Streiks

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Amazon – die Bequemlichkeit der Deutschen

Ja mit Amazon ist es ein bisschen so wie mit der Bildzeitung, keiner liest sie, aber alle kaufen sie. Die BILD Zeitung ist trotz Auflagenrückgang nach wie vor die Tageszeitung mit der größten Auflage in Deutschland. Die Webseite der Zeitung – Bild.de – ist laut IVW zudem das Nachrichtenportal mit den meisten Besuchern. Druckauflage der BILD lag im 1. Quartal 2018 bei rund 2,25 Millionen Exemplaren. Davon wurden mehr als 1,62 Millionen Exemplare verkauft. Da kann mir doch keiner erzählen, dass die Bild keiner liest. Und genauso ist es mit Onlinegiganten.

Im Brustton tiefster Überzeugung erzählen mir Freunde und Nachbarn, wie schlimm sie Amazon doch finden. Das man doch viel  lieber den lokalen Einzelhandel unterstützen möchte und natürlich dringend sollte. Das merkwürdige daran, ich nehme sehr regelmäßig diverse Päckchen vom netten DHL-Mann für meine Nachbarn an, und die (aller)meistens stammen eben von besagtem Onlinehändler.

Also einigen wir uns darauf – eigentlich finden wir Amazon alle doof. Aber wir nutzen es trotzdem, weil es halt so furchtbar praktisch und bequem ist. Obwohl wir wissen, dass der Onlinehändler unter arbeitsrechtlichen Kriterien gesehen eine echte Katastrophe ist.  Und laut einer Greenpeace-Studie ist Amazon das am wenigsten umweltfreundliche Unternehmen der Welt.

Bild: Ver.di

Länderübergreifende zeitgleiche Streiks

Die Arbeitsbedingungen für die Lagerarbeiter sind nicht gut, die Bezahlung auch nicht – ein offenes Geheimnis. Da die bisherigen Streiks auf nationaler Ebene wenig Wirkung auf den Onlinehändler hatten, möchte Verdi nun auf zeitgleiche internationale Streiks setzen. Bei dem „UNI Amazon Network Meeting“ von Betriebsräten aus Europa und Nordamerika in Rom will Verdi gemeinsame Streiks der Lagerarbeiter diskutieren. Bei diesem Treffen soll angeregt werden, wie künftig internationale „synchronisierte Streiks an den umsatzstärksten Tagen“ realisiert und organisiert werden könnten.

„Gewerkschaften können im nationalen Rahmen nichts gegen die Global Player wie Amazon ausrichten.“, sagte Thomas Voß, Bundesfachsekretär Versand- und Onlinehandel bei Verdi. „Deshalb werde man ausloten, inwieweit ein koordiniertes Vorgehen im Arbeitskampf bessere Fortschritte erzielen könne. Ein denkbarer erster Schritt sei ein gemeinsamer Streik mit Amazon-Lagerarbeitern aus Italien und Spanien“, erklärte Voß weiter.

Tarifvertragsforderungen von Verdi

Verdi fordert bereits seit 2013 einen Tarifvertrag für die angestellten Lagerarbeiter der dem des Einzelhandels gleichgestellt ist. Amazon argumentiert aber, dass die hauseigenen Versandzentren Logistikunternehmen seien Und die Mitarbeiter typische Logistikaufgaben wie Lagerung, Verpackung und Versand von Waren ausüben und diese Tätigkeiten nicht mit denen im Einzelhandel verglichen werden können. Verdi hält dagegen und bezeichnet das Unternehmen als klassischen Versandhändler.

Quelle: heise.de

 

 

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