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Der Blog von hello-it

4. Dezember 2017
von Anika Fischer
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Videoüberwachung, wirklich effektiv oder nur „gefühlte Sicherheit“?

Das Land Hessen rüstet mit Videoüberwachung auf

Vieles spaltet Deutschland aktuell in zwei Lager – in Gegner und Fürsprecher – die Videoüberwachung gehört ebenfalls dazu. Bei Polizei und Politikern steht sie gut im Kurs und wird als äußerst wirksames Mittel gegen Kriminalität gewertet. Auf Grund dessen wächst die Zahl der Kameras in Hessen. Datenschützer halten gegen und kritisieren scharf, dass Zuständige oft viel zu leichtfertig über die Installation von Überwachungsmitteln entscheiden. Die Videoüberwachung stellt nun mal einen Eingriff in das persönliche Grundrechte dar.

In Hessens Städten wird immer öfter über die Installation von Kameras diskutiert. Die Begründungen für die Videoüberwachung sind vielfältig. Vom Taschendiebstahl über Gewalt bis dazu, dass Verbrechen auf einem Platz besprochen werden könnten. „Wir beobachten, dass die Gründe, warum Plätze videoüberwacht werden, häufig sehr grenzwertig sind“, sagt Barbara Dembowski, Referatsleiterin beim Hessischen Datenschutzbeauftragten.

Datenschützer fordern mehr Verhältnismäßigkeit

Und genau hier drückt den Datenschützern der Schuh: Der Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung der Bürger müsse verhältnismäßig sein, sagt die Datenschützerin. Es müsse sorgfältig abgewägt werden, ob im Interesse aller Personen gehandelt werde, besonders aber im Interesse derer, die sich rechtskonform verhalten und nicht beobachtet werden wollen. Dies geschehe häufig nicht.

So sei in einer Kommune beispielsweise eine Videoüberwachung eingerichtet worden, weil es ein- bis zweimal in der Woche zu Taschendiebstählen kam. „Da ist es unverhältnismäßig, den Platz rund um die Uhr zu überwachen“, meint Dembowski. Trotzdem kam die Videoüberwachung, weil die Politik sich in dem Fall durchgesetzt hatte.

Viele Städte bestätigen die Wirksamkeit der Videoüberwachung

Nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) gibt es an öffentlichen Straßen und Plätzen in 12 Städten Hessens insgesamt 143 Kameras. Angeschlossen sind diese an 20 Überwachungsanlagen. Und die Tendenz ist steigend: In vielen Städten ist die Überwachung ausgebaut worden oder ist in Planung.

In Frankfurt am Main sind bisher sechs Kameras an öffentlichen Plätzen installiert. Weitere Geräte im Frankfurter Bahnhofsviertel, an der Hauptwache und im Allerheiligenviertel seien geplant. An der Effektivität hat die Stadt keine Zweifel: „Fest installierte Anlagen zur Bildübertragung in Frankfurt leisten seit Jahren nachweislich einen nicht unerheblichen Beitrag zur Gefahrenabwehr und Kriminalitätsbekämpfung“, sagt Cornelia Kops, Sprecherin der Stadt.

In der hessischen Stadt Kassel gibt es drei Kameras entlang der Haupteinkaufsstraße. Und auch Kassel möchte die Überwachung ausbauen. Fulda überwacht ebenfalls drei Standorte mit Kameras. Und in allen drei Städten sind sich die Stadtsprecher einig: Die Erfahrungen mit Videoüberwachung seien „sehr positiv“.

Bild: pixabay.com – Michael Gaida

Mehr Kameras – weniger Verbrechen

Laut LKA gilt hessenweit: mehr Kameras, weniger Verbrechen. „Gemessen an den Fallzahlen vor der Einrichtung der Videoüberwachung sind dort Rückgänge um teilweise über 30 Prozent zu verzeichnen“, sagt LKA-Sprecher Christoph Schulte. In den vergangenen Jahren sei es im Zusammenhang mit Videoüberwachung „zu mehreren hundert gefahrenabwehrenden Maßnahmen“ gekommen. Darunter fallen Platzverweise und Durchsuchungen, Personen wurden in Gewahrsam genommen. Bei Hunderten Straftaten hätten die Kameras außerdem Ermittlungserfolge gebracht.

Da sich die Gelegenheit für Taschendiebe beispielsweise auf der Haupteinkaufsmeile einer Innenstadt befindet sind diese durch Kameras besser geschützt. Ein Rückgang von bis zu 30 Prozent weniger Straftaten konnte man bisher verzeichnen. Nach kriminologischen Erkenntnissen könnten Täter nämlich nicht einfach durch Ortswechsel den Kameras ausweichen, sagt Schulte. Die Gelegenheit zur Tat und das nötige Milieu ließen sich oft nicht in andere Räume übertragen.

Auf Grund der guten Erfolge gibt das Land Hessen auch Zuschüsse für die Bild-Überwachung. Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) sprach sich diesen Sommer ebenfalls für eine Ausweitung der Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen aus.

Die Effektivität bestätigt sich

Die Wirksamkeit der Videoüberwachung steht also letztlich nicht in Frage, diese ist durchaus gegeben und vermittelt nicht einfach nur ein falsches Gefühl von Sicherheit. Dennoch lassen sich nicht alle Missstände durch bildgebende Mittel beseitigen, das sollte klar sein. Maßgeblich ist auch, das die Datensicherheit ebenfalls gewährleistet ist. Das LKA empfiehlt eine maximale Aufbewahrungsdauer von zehn Tagen. Diese werde auch, laut Barbara Dembowski, in der Regel eingehalten.

Quelle: heise.de

 

 

27. November 2017
von Anika Fischer
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Amazon – der Internetriese wächst rasant weiter

Amazon wächst weiter – trotz schlechter Publicity

Die Schlagzeilen um Amazon fallen nicht immer positiv aus, schließlich wurde Amazon-Chef Jeff Bezos 2014 beispielsweise zum schlimmsten Chef der Welt gekürt. Ein nicht besonders schmeichelhafter Titel. Auf dem Weltkongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) in Berlin, vor drei Jahren, kürte ein Großteil der 20.000 Teilnehmer den milliardenschweren Gründer des Onlinehändlers zum größten Negativbeispiel eines Arbeitgebers. Weiterlesen →

22. November 2017
von Anika Fischer
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Mesh WLAN – die Lösung für schnelles WLAN

Mesh-WLAN oder die Technologie, die Funklöcher zuhause schließen soll

Was genau ist das und was macht es? Ein Mesh-WLAN (englisch und bedeutet sinngemäß: vermaschtes drahtloses lokales Netzwerk) ist ein Funknetzwerk. Dieses Funknetzwerk bietet durch den Verbund eines Routers und weiterer Geräte, wie Repeater oder Powerline-Adapter, einen möglichst flächendeckenden Empfang. Zusätzlich zum flächendeckenden Empfang soll auch eine gleichbleibende Übertragungsgeschwindigkeit gewährleisten sein. Weiterlesen →

20. November 2017
von Anika Fischer
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20 Jahre jugendschutz.net – Der endlose Kampf der Internet-Jugendschützer

jugendschutz.net – Kampf gegen Hass, Gewalt und sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen im Netz

jugendschutz im Internet, ein Thema das heutige Eltern sehr häufig, ja nahezu fast täglich, beschäftigt. Für die Recherchen zu diesem Artikels habe ich vieles, was ich sonst nie im Netz gesucht hätte, versucht  zu googeln. Es ist unbeschreiblich, welche Dinge mit einem Mausklick zu finden sind. Um für unsere Kinder mehr Sicherheit im Netz zu schaffen, wurde 1997 daher jugendschutz.net de gegründet. Weiterlesen →

14. November 2017
von Anika Fischer
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Cisco und Google entwickeln eine gemeinsame Hybrid-Cloud

Google und Cisco kündigen für 2018 eine Partnerschaft zur Bereitstellung einer hybriden Cloud an

Ciscos und Googles Partnerschaft soll ein zukunftsweisende Lösung für seine Kunden hervorbringen. Unternehmen sollen mit der Hybrid-Cloud ihre lokale Serverinfrastruktur und die Google Cloud mit Anwendungen und Dienste in lokalen Umgebungen und in der Google Cloud Plattform besser bereitstellen, verwalten und sichern können.

Die beiden Unternehmen bieten nach eigenen Angaben ein „einzigartiges und offenes“ Hybrid-Cloud-Angebot an. “Unsere Partnerschaft mit Google bietet unseren Kunden die größten Vorteile der Cloud – Agilität und Skalierbarkeit, auf dem Sicherheitsniveau und mit dem Support der Enterprise-Klasse”, erklärte Cisco-CEO Chuck Robbins.

Bild: Gerald – Pixabay

Für beide Unternehmen ein Gewinn

Cisco vergrößert sein Portfolio und macht einen großen Schritt vom reinen Hardware-Hersteller in Richtung Dienstleister. Auch Google gewinnt mit diesem Zusammenschluß. Der Suchmaschinen-Gigant erhält so einen Zugang zu Ciscos Großkunden.

Die Cloud-Hybridlösung der beiden Unternehmen unterstützt Entwickler bei der Nutzung von Managed Kubernetes, GCP-Servicekatalog, Cisco-Netzwerkfunktionen und Sicherheit sowie Istio-Authentifizierung und Service-Mesh-Überwachung, heißt es weiter. Entwickler von Unternehmensanwendungen könnten sicher auf Cloud-APIs zugreifen, Cloud-Entwickler auf Unternehmens-APIs und lokale Ressourcen.

Die Lösung werde für eine begrenzte Anzahl von Kunden Anfang 2018 zur Verfügung stehen. Die Unternehmen rechnen mit der allgemeinen Verfügbarkeit im Laufe des Jahres 2018.

Interessantes zum Unternehmen Cisco

Im Dezember 1984 wurde das Unternehmen von einigen Wissenschaftlern (vorrangig Leonard Bosack und Sandy Lerner) an der Stanford University, San Francisco gegründet. Ziel war es, die Vernetzung von Computern zu vereinfachen und sie effektiver zu nutzen. 1986 brachte Cisco seinen ersten Multiprotokoll-Router auf den Markt. Dieser Computer war eine Mischung aus Hardware und intelligenter Software. Bald etablierte sich diese neue Technologie als Standard für Networking-Plattformen auf dem Markt.

Der Name Cisco leitet sich von den beiden letzten Silben des Gründungsortes San Francisco ab. Das Firmenlogo zeigt in Form von blauen senkrechten Balken ein Kammspektrum eines periodischen Signals, das an die Form der Golden Gate Bridge erinnert.

Im Jahr 2000 war Cisco Systems mit einem Börsenwert von ca. 555 Mrd. $ kurzzeitig das teuerste Unternehmen der Welt. Der Global-Player hat seit seiner Gründung mittlerweile über 160 andere Unternehmen gekauft und integriert.

Quelle: heise.de, wikipedia.de,

 

10. November 2017
von Anika Fischer
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Der Rechtstsreit zwischen Apple und Qualcomm

Apple verklagt Qualcomm und Qualcomm verklagt Apple

Der iPhone-Hersteller verklagt einen seinen größten Zulieferer, wegen unfairem wettbewerblichen Verhaltens und illegalen Geschäftsmodellen

Apple hat zu Beginn des Jahres seinen Chiphersteller Qualcomm verklagt. Der iPhone-Hersteller wirft seinem Zulieferer vor, erstens zuviel Geld für seine Lizenzen zu verlangen und zweitens finanziellen Druck auszüben. Die Chips die Qualcomm herstellt und lizensiert, liefern die benötigte Technik, die in sehr vielen Smartphones für die Funkverbindung sorgt. Die Funkverbindung wird von einem sogenannten Baseband-Processor hergestellt, Qualcomm hat den Markt für dieses technische Bauteil nahezu monopolisiert. Nun verklagt Apple den Chiphersteller auch in China. Es geht hier um mindestens eine Milliarde Yuan, das sind umgerechnet circa 135 Millionen Euro.

Bild: appleinsider.com

Schon mehrfach musste das Unternehmen Strafen in saftigen Höhen bezahlen, da der Konzern gegen Chinas Anti-Monopol-Gesetz verstößt. 2015 musste das Unternehmen bereits 975 Euro Strafe zahlen, die darauf folgende Strafe kostete den Mobilfunkchip-Riesen 814 Millionen Euro, ebenfalls weil sie ihre Marktposition missbraucht haben.

US-Handelskommission FTC klagt ebenfalls

Kurz vor Apples Klage im Januar war Qualcomm von der US-Handelskommission FTC verklagt worden, ebenfalls wegen seiner Geschäftspraktiken. Angeblich hat das Unternehmen Hersteller dazu genötigt, höhere Lizenzgebühren für seine Patente zu zahlen. Apples Klage zielt auf das gleiche ab, wie die Klage vom FTC,  Apples Hauptanliegen in seiner Klage ist aber, Gelder zurückzufordern, die Apple zuviel bezahlt hat.

Apple erklärt in der US-Klage: Qualcomm halte vereinbarte Zahlungen von rund einer Milliarde Dollar zurück. Dass sei die Strafe dafür, dass Apple mit südkoreanischen Behörden zusammengearbeitet habe. Dort war man im Dezember gegen Qualcomm vorgegangen. Es werden sich jetzt Kartellbehörden in mehreren Ländern weltweit mit Qualcomms Geschäftsgebaren auseinander setzen.

Qualcomm eskaliert und zeigt sich verbohrt

Im Oktober eskaliert der Chiphersteller seinen Patentstreit mit Apple und möchte die iPhone-Produktion in China stoppen. Qualcomm habe entsprechende Klagen bei einem auf geistiges Eigentum spezialisierten Gericht in China eingereicht, sagte eine Sprecherin dem Finanzdienst Bloomberg am Wochenende. „Apple nutzt von Qualcomm erfundene Technologien, ohne dafür zu bezahlen“, erklärte sie.

Darauf erklärte ein Sprecher von Apple: „In den vielen Jahren unserer Verhandlungen mit Qualcomm habe man über diese Patente nie gesprochen.“ Er zeigte sich sicher, dass der Vorstoß von Qualcomm vor Gericht scheitert.

Der deutsche Patentexperte Florian Müller äußerte sich in einem Mac & i-Interview abschließend über den Patentkonflikt: „Dass Apple nichts verschenkt, ist bekannt, aber nach Durchsicht aller öffentlich zugänglichen Unterlagen über Qualcomms Geschäftsgebaren muss ich sagen, dass dieses an Brutalität wohl nur noch durch den Einsatz physischer Gewalt zu toppen wäre. Qualcomm habe wirklich alle Register gezogen, die sich im Lehrbuch der Wettbewerbsverstöße befinden dürften, so als wollte jemand kartellwidriges Verhalten parodieren.“

Quelle: heise.de

 

 

 

 

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